BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:IX/1490/1  
Art:Beschlussvorlage  
Datum:14.05.2018  
Betreff:Bebauungsplan 64M 1. Änderung "Rabenstraße"
1. Behandlung der Anregungen
2. Satzungsbeschluss
Referenzvorlage: IX/1490
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Vorlage Dateigrösse: 246 KB Vorlage 246 KB
Dokument anzeigen: 01 Geltungsbereich Dateigrösse: 420 KB 01 Geltungsbereich 420 KB
Dokument anzeigen: 02 Bebauungsplan nach Offenlage Dateigrösse: 2 MB 02 Bebauungsplan nach Offenlage 2 MB
Dokument anzeigen: 03 Bebauungsplan Satzung Dateigrösse: 2 MB 03 Bebauungsplan Satzung 2 MB
Dokument anzeigen: 04 Bebauungsplan-Ausschnitt Dateigrösse: 2 MB 04 Bebauungsplan-Ausschnitt 2 MB
Dokument anzeigen: 05 Textliche Festsetzungen nach Offenlage Dateigrösse: 272 KB 05 Textliche Festsetzungen nach Offenlage 272 KB
Dokument anzeigen: 06 Textliche Festsetzungen Satzung Dateigrösse: 116 KB 06 Textliche Festsetzungen Satzung 116 KB
Dokument anzeigen: 07 Begründung nach Offenlage Dateigrösse: 426 KB 07 Begründung nach Offenlage 426 KB
Dokument anzeigen: 08 Begründung Satzung Dateigrösse: 426 KB 08 Begründung Satzung 426 KB
Dokument anzeigen: 09 Protokoll Bürgeranhörung Dateigrösse: 528 KB 09 Protokoll Bürgeranhörung 528 KB
Dokument anzeigen: 10 Stellungnahmen frühzeitige Beteiligung Dateigrösse: 11 MB 10 Stellungnahmen frühzeitige Beteiligung 11 MB
Dokument anzeigen: 11 Abwägung frühzeitige Beteiligung Dateigrösse: 319 KB 11 Abwägung frühzeitige Beteiligung 319 KB
Dokument anzeigen: 12 Stellungnahme Offenlage Bürger Dateigrösse: 308 KB 12 Stellungnahme Offenlage Bürger 308 KB
Dokument anzeigen: 13 Stellungnahmen Offenlage Träger Dateigrösse: 7 MB 13 Stellungnahmen Offenlage Träger 7 MB
Dokument anzeigen: 14 Abwägung Offenlage Bürger Dateigrösse: 74 KB 14 Abwägung Offenlage Bürger 74 KB
Dokument anzeigen: 15 Abwägung Offenlage Träger Dateigrösse: 151 KB 15 Abwägung Offenlage Träger 151 KB
Dokument anzeigen: 16 Artenschutzprüfung Dateigrösse: 1 MB 16 Artenschutzprüfung 1 MB
Dokument anzeigen: 17 Schallgutachten Dateigrösse: 6 MB 17 Schallgutachten 6 MB

Beschlussempfehlung

1.    Die Anregungen aus den öffentlichen Beteiligungen der Planung werden zur Kenntnis genommen und entsprechend der Anlagen zur Vorlage beschlossen.

  1. Der Bebauungsplan 64M 1. Änderung „Rabenstraße“  wird gemäß § 10 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) als Satzung beschlossen. Dem Bebauungsplan ist gemäß § 9 Abs. 8 BauGB eine Begründung beigefügt.

 


Begründung

 

Die vorherige Vorlage wurde vorbehaltlich der wasserwirtschaftlichen Belange angefertigt. Nach Klärung der Belange wird der finale Bebauungsplanentwurf innerhalb dieser Vorlagenversion beraten.


Folgende Dateien wurden geändert:
07 Begründung nach Offenlage

08 Begründung Satzung

15 Abwägung Offenlage Träger

18 Entwurf städtebaulicher Vertrag

 

1 Anlass, Ziel und Zweck der Planung

 

Das Plangebiet im Bereich Baumberger Chaussee / Rabenstraße ist eine der wenigen Entwicklungsflächen im Innenbereich der Stadt Monheim am Rhein. Bei dem zwischen Rabenstraße und Baumberger Chaussee gelegenen Plangebiet handelt es sich um eine bisher unbebaute Brachfläche. Im Zuge der Innenentwicklung werden die Potenziale des Areals genutzt und das gesamte Grundstück im räumlich-funktionalen Zusammenhang mit der umliegenden Wohnbebauung einer qualitativen und nachfrageorientierten wohnbaulichen Entwicklung zugeführt.

Das Plangebiet liegt innerhalb des Geltungsbereiches des rechtskräftigen Bebauungsplans 64M „Rabenstraße“ aus dem Jahr 1996. Dieser enthält Festsetzungen, die auf eine wohnbauliche Entwicklung der Fläche durch eine Mischung aus zweigeschossigen Reihenhäusern und drei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhäusern abzielen, die die Vorgaben des öffentlichen Wohnungsbaus erfüllen. Diese Festsetzungen entsprechen nicht mehr den aktuellen Wohnbedürfnissen in der Stadt Monheim am Rhein und stellen eine Unmaßstäblichkeit gegenüber der vorherrschenden Einfamilienhausbebauung in der Umgebung des Plangebietes dar. Bereits im Jahr 2007 wurde der Aufstellungsbeschluss über die Änderung des Bebauungsplans durch den Fachausschuss der Stadt Monheim am Rhein gefasst.

 

Die neuen Festsetzungen des Bebauungsplans  werden über eine städtebauliche Integration neuer Baukörper in die Umgebung an die Bedürfnisse und Erfordernisse des Wohnungsmarktes in der Stadt Monheim am Rhein angepasst.

 

Gleichzeitig werden für den Bau einer Schulsportanlage der Peter-Ustinov-Gesamtschule im Süden des Plangebietes bestehende Bereiche des Bebauungsplans 64M sowie des Bebauungsplans 108M ebenfalls geändert. Diese dient der Optimierung des Schulsportangebotes. Bereits nach bestehendem Planungsrecht ist die Errichtung der Sportanlage planungsrechtlich ausnahmsweise zulässig. Zur Wahrung der städtebaulichen Ordnung wird im Rahmen der Bebauungsplanänderung der Bereich planungsrechtlich klargestellt.

 

 

2 Geltungsbereich

 

Das Plangebiet liegt im Osten des Monheimer Stadtgebietes im Stadtteil Monheim und umfasst eine Fläche von ca. 3 ha. Es befindet sich in der Gemarkung Monheim, in der Flur 13 und beinhaltet die Flurstücke 1674, 1676, 1677, 3682, 3684, 3688, 3689, 3692, 3694, 3695, 3698, 4032, 4156, 4860, 4862, 4864 und teilweise die Flurstücke 4041, 4216, 4218, 4701 und 4702.

 

Das Plangebiet ist begrenzt durch

o          die Knipprather Straße im Norden,

o          die Baumberger Chaussee im Osten,

o          ein Basketballfeld und eine Stellplatzanlage im Süden,

o          und die Rabenstraße im Westen.

 

Die genaue Abgrenzung ist dem beigefügten Geltungsbereich (Anlage 01) zu entnehmen.

 

3 Planungs- und Beschlusshistorie

 

Verfahrensablauf

Datum

Vorlagen-Nr.

Aufstellungsbeschluss

06.03.2007

VII/1141

Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit

16.06.2016

IX / 0774

Bürgeranhörung

28.06.2016

 

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

01.12.2016 - 04.01.2017

 

Variantenentscheidung

08.09.2016

IX / 0852

Beschluss zur öffentlichen Auslegung

09.02.2017

IX / 1018

Öffentliche Auslegung

21.02.2017 - 24.03.2017

 

 

 

4 Plankonzept

 

Das städtebauliche Konzept für das Plangebiet verfolgt das Ziel, eine hohe Ausnutzung

der Flächen zu verwirklichen, um die gut erschlossene innerstädtische Reservefläche

auch im Hinblick auf einen schonenden Umgang mit Grund und Boden effizient zu

nutzen. So sollen in einer angemessenen Dichte verschiedene Wohnhaustypologien

berücksichtigt werden, die ein breites Spektrum an potenziellen Bewohnern ansprechen

und gleichzeitig ein familiengerechtes Wohnumfeld ermöglichen. Durch öffentliche

Freiräume soll darüber hinaus die Möglichkeit geboten werden, dass Nachbarschaften

entstehen und Raum für Gemeinschaft geboten wird.

 

Über die Etablierung unterschiedlicher Gebäudetypologien bzw. Wohnformen wird eine breite Zielgruppe an potenziellen Bewohnern angesprochen werden.

Öffentliche Freiräume werden so gestaltet, dass Nachbarschaften entstehen können und ein sozialer Raum mit Quartiersplatzcharakter entsteht.

 

Durch die Anordnung und die Größe der Baukörper fügt sich das geplante Quartier in die Umgebung ein. Der Bebauungsstruktur westlich der Rabenstraße wird ein städtebauliches Pendant gegenüber gesetzt, wodurch ein zusammenhängendes Bild entsteht. Die Maßstäblichkeit der Umgebung wird durch überwiegend zweigeschossige Doppel-, Reihen- und Kettenhaustypen übernommen. Als Eingang zum Quartiers ist im Nordwesten, analog zu der südlich der Falkenstraße gelegenen, großformatigen Siedlungsstruktur, eine Mehrfamilienhausbebauung vorgesehen.

 

Die Haupterschließung des Plangebietes erfolgt über eine an die Rabenstraße

anschließende Ringerschließung. Von dieser Straße erfolgt die weitere Erschließung

über vier kleine, in West-Ost-Richtung verlaufende private Stichstraßen. Darüber hinaus

können Teile des Plangebietes direkt über die bestehenden Straßen verkehrlich

erschlossen werden: Die für die Mehrfamilienhausbebauung sowie Doppelhäuser

vorgesehenen Baufelder an der Rabenstraße können über ebendiese erschlossen

werden. Die Reihenhausbebauung im Süden kann teilweise über die Falkenstraße

erschlossen werden.

 

Die Baustruktur reagiert durch eine weitestgehend geschlossene Reihenhausbebauung

entlang der Falkenstraße im Süden auf die angrenzenden Straßenräume und fasst diese

ein. Entlang der Rabenstraße wird der bestehenden Reihenhausbebauung ein Gegenstück.

aus Doppelhäusern gegenüber gestellt, um eine klare städtebauliche Einfassung des

Straßenraums zu schaffen. Entlang der Knipprather Straße fügt sich die Nord-Süd-

Ausrichtung der Reihenhausbebauung im Wesentlichen der Umgebung ein. Im Innern

des Plangebietes wird die Struktur durch Kettenhäuser wiederholt, wodurch eine

städtebauliche Fassung der neuen Erschließungsstraße generiert wird.

 

Als Eingang des neuen Quartiers sollen die Eckbebauungen der

Rabenstraße mittels einer Erhöhung durch je zwei mehrgeschossige

Mehrfamilienhäuser städtebaulich betont werden.

 

Als Maßnahme gegen die von der Baumberger Chaussee ausgehenden Lärmimmissionen ist eine Lärmschutzwand / Lärmschutzbebauung entlang der östlichen Grenze des Plangebietes geplant.

 

Zur Weiterentwicklung und Stärkung des Standorts der Peter-Ustinov Gesamtschule wird auf den südlich der Falkenstraße gelegenen Flächen eine städtisch geplante Schulsportanlage entstehen. Diese dient der qualitativen und quantitativen Optimierung des Schulsportangebotes.

 

 

 

5 Verfahren und Abwägung

 

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 1 BauGB

Im Rahmen der Bürgeranhörung vom 28.06.2016 gingen folgende Anregungen und Hinweise der Öffentlichkeit ein:

 

Durch die Bürger wurden Fragen zur Bebauungsdichte und –höhe, dem Lärmschutz sowie die Straßenausgestaltung gestellt.

Für die Quartierseingänge an der Knipprather Straße/Rabenstraße sowie Falkenstraße/Rabenstraße wurden Viergeschosser ggf. inkl. einem Staffelgeschoss vorgesehen, die auch städtebaulich den Eingang darstellen. Die neue Bebauung passt sich städtebaulich in den Bestand ein. Aus wirtschaftlichen Gründen ist eine zweigeschossige Mehrfamilienhausbebauung nicht darstellbar. Die restlichen Gebäude des Quartiers sind – wie die umliegende Bebauung der Raben- und Knipprather Straße Zweigeschossig festgesetzt.           
Der Lärmschutz wird durch eine Lärmschutzwand entlang der Baumberger Chaussee gewährleistet.

Die Dimensionierung der Rabenstraße soll grundsätzlich beibehalten werden und die notwendigen Baumscheiben würden in den großzügigen, straßenbegleitenden Parkstreifen der Rabenstraße integriert werden. Hier wäre auch ggf. Platz für neue Parkplätze. Die Rabenstraße ist innerhalb des Bebauungsplans jedoch komplett als öffentliche Verkehrsfläche festgesetzt. Der Stellplatzschlüssel liegt insgesamt zwischen 1,5 bis 1,8 Stellplätze pro Wohneinheit und liegt somit über dem Monheimer Durchschnitt.

 

Das Protokoll der Bürgeranhörung ist dieser Vorlage als Anlage beigefügt.

 

Variantenentscheidung

Im Zuge des Planverfahrens wurden vier unterschiedliche Entwicklungskonzepte und vier städtebauliche Entwurfsvarianten erarbeitet. Während die Entwicklungskonzepte sich mit unterschiedlichen Erschließungsvarianten (Durchfahrtsstraße mit Stichstraßen, Stichstraßen mit Wendeanlagen, Ringstraße mit Stichstraßen) auseinander setzen, basieren die städtebaulichen Entwurfsvarianten auf dem Ringerschließungssystem mit abzweigenden Stichstraßen. Unterschiede bestehen hingegen in den Bebauungstypologien, in der Anordnung der Baukörper sowie im Umgang mit dem öffentlichen Freiraum. Nachdem drei städtebauliche Entwurfsvarianten im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt wurden, dienten die wesentlichen Anregungen der Öffentlichkeit zur Erarbeitung des vorliegenden finalen städtebaulichen Entwurfes, welcher durch den Fachausschuss der Stadt Monheim am Rhein in seiner Sitzung am 08.09.2016 als Vorzugsvariante beschlossen wurde.

 

Frühzeitige Trägerbeteiligung nach § 4 Abs. 1 BauGB

 

Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 1 BauGB erfolgte in der Zeit vom 05.12.16 bis zum 04.01.2017. Dabei wurden im Wesentlichen folgende Anregungen vorgebracht:

 

Durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst wurde empfohlen, die Fläche auf Kampfmittel zu prüfen.

Die Auswertung wurde durchgeführt. Im Rahmen der Rodungsarbeiten wurde ein Blindgänger gefunden und entsprechend geräumt.

 

Es werden seitens der Unteren Immissionsschutzbehörde Hinweise in Bezug auf den Schallschutz zur geplanten Schulsportanlage gegeben.

Außerschulische Nutzungen sind derzeit nicht vorgesehen. Eine schalltechnische Untersuchung ist daher nicht notwendig.

 

Es wird empfohlen, bei Eingriffsarbeiten des Untergrundes die gutachterliche Begleitung unter Beteiligung der Unteren Bodenschutzbehörde durchzuführen, da im Altablagerungsverzeichnis anthropogen aufgefüllte Bereiche vorzufinden sind..

Die Hinweise werden in den Bebauungsplan aufgenommen.

 

Die Untere Wasserbehörde regt an, dass nach § 55 Abs. 2 des WHG Niederschlagswasser ortsnah zu versickern ist oder direkt in die Kanalisation (Trennsystem) einzuleiten ist.

Mischwasserkanäle müssen nach den Vorgaben des § 6 Abs. 2 Satz 4 KAG NRW und der Rechtsprechung des OVG NRW (Beschluss vom 20.07.2009, Az: 9 A 1965/08) mindestens über einen Zeitraum von 50 Jahren über die Abwassergebühr refinanziert werden, so dass 20 Jahre nach der Einführung des seinerzeitigen Stichtages (01.01.1996) nicht die Rede davon sein kann, dass ein Bestands- und Investitionsschutz nicht mehr erforderlich ist.

Nach § 55 Abs. 2 WHG dürfen der Maßgabe der ortsnahen Niederschlagswasserbeseitigung jedenfalls keine wasserrechtlichen, sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften sowie wasserwirtschaftlichen Belange entgegenstehen. Sonstige öffentlich-rechtliche Vorschriften, die einer ortsnahen Niederschlagswasserbeseitigung entgegenstehen können, beinhaltet  z.B. das Gebührenrecht. Für eine verträgliche Refinanzierung der öffentlichen Abwasseranlage über die Erhebung von Abwassergebühren und eine gleichmäßige Gebührenentwicklung ist es wichtig, alle in einer durch öffentliche Kanalisation erschlossenen Ortslage befindlichen Flächen auch über einen Anschluss an diese Kanalisation zu entwässern. Die Festsetzungen des rechtskräftigen Bebauungsplans 64M sind nicht in die Kanalplanung und den Generalentwässerungsplan der Stadt Monheim am Rhein eingeflossen. Es ist daher nur folgerichtig, die Festsetzungen für das Baugebiet entsprechend der bestehenden städtischen Entwässerungsstrategie anzupassen.

 

Anregungen aus der öffentlichen Auslegung gem. § 3 Abs. 2 BauGB

Der Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt, Bauen und Verkehr der Stadt Monheim am Rhein hat in seiner Sitzung am 09.02.2017 die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes 64M, 1. Änderung „Rabenstraße“ beschlossen. Der Bebauungsplan wurde mit der Begründung und den dazugehörigen Fachgutachten im Zeitraum vom 21.02.2017 bis zum 24.03.2017 im Rathaus der Stadt Monheim am Rhein Einsicht öffentlich ausgelegt. Die wesentlichen Inhalte der eingegangenen Anregungen und der Umgang mit ihnen sind im Folgenden kurz dargestellt:

Die im städtebaulichen Entwurf dargestellten Einzelbäume entlang der Rabenstraße sollen aufgrund des bestehenden Parkdruckes nicht auf der Westseite realisiert werden; östlich der Rabenstraße soll eine weitere Parkreihe mit Baumpflanzungen entstehen.
Der städtebauliche Entwurf bildet lediglich den konzeptionellen Rahmen für die Festsetzungen des Bebauungsplanes ab. Der rechtskräftige Bebauungsplan setzt entlang der Rabenstraße eine beidseitige Parkreihe mit Baumpflanzungen vor. In der vorliegenden 1. Änderung des Bebauungsplanes entfällt die östliche Parkreihe zugunsten von Parkplätzen entlang der Planstraße; die im städtebaulichen Entwurf dargestellten Straßenbäume werden im Bebauungsplan nicht festgesetzt.

Die nördlich geplante Mehrfamilienhausbebauung soll an der Kreuzung Knipprather Straße/Baumberger Chaussee angedacht werden.   
Die Positionierung der Mehrfamilienhäuser erfolgt aus der städtebaulichen Fortführung der südlich angrenzenden mehrgeschossigen Wohnhäuser. Diese platzieren sich entlang der Baumberger Chaussee in zweiter Reihe und weisen 5 bis 8 Vollgeschosse auf. Die Planbebauung mit maximal vier Vollgeschossen orientiert sich an diese städtebauliche Struktur und betont mit dieser Typologie den neuen Quartiersauftakt.

 

Anregungen aus der Behördenbeteiligung gem. § 4 Abs. 2 BauGB

Parallel zur öffentlichen Auslegung wurden im Zeitraum vom 21.02.2017 bis zum 24.03.2017 die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie die Abstimmung mit den benachbarten Gemeinden durchgeführt. Die wesentlichen Inhalte der Anregungen und der Umgang mit ihnen sind im Folgenden kurz dargestellt:

Hinweis der Unteren Wasserbehörde des Kreises Mettmann auf die Beseitigung der im Plangebiet anfallenden Niederschläge nach Maßgabe von § 55 Wasserhaushaltsgesetz i.V.m. § 44 Landeswassergesetz.       
Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens erfolgten Abstimmungen mit der Unteren Wasserbehörde zur Niederschlagswasserbeseitigung. Aus wasserrechtlichen, wasserwirtschaftlichen, wirtschaftlichen und städtebaulichen Gründen sowie unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit und der technischen Voraussetzungen im Plangebiet werden Teile der versiegelten Flächen per Einleitung in das Mischwassernetz abgeführt. Die übrigen Teile der auf dem Plangebiet anfallenden Niederschläge werden mittels dezentraler Versickerungsanlagen in den Privatgrundstücken ortsnah zur Versickerung gebracht. Durch einen städtebaulichen Vertrag gem. §11 BauGB wird der Bauherr zur Durchführung des erarbeiteten Entwässerungskonzepts verpflichtet. Mit dem Konzept wird der ortsnahen Versickerung nach § 55 Abs 2. WHG in größtmöglichem Maße Rechnung getragen.       

Gegen eine komplette Entwässerung durch Versickerung im Bebauungsplanentwurf sprechen insbesondere folgende Belange:     

Das Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) der Stadt sieht für die betroffene Fläche eine Niederschlagsentwässerung per Einleitung in die vorhandene Kanalisation ein. Diese Vorgabe wird durch die städtischen, wasserwirtschaftlichen Belange unterstrichen. Im Umfeld des Plangebiets ist keine Vorflut vorhanden, ebenso befindet sich kein Oberflächengewässer in direkter Nähe, in welches die Niederschläge eingeleitet werden könnten. Gleichzeitig ist festzustellen, dass das gesamte Umfeld des Plangebiets durch die vorhandenen Mischwasserkanäle entwässert. In der Umgebung ist kein getrennter Kanal vorhanden. Ein Absehen von der Nutzung des vorhandenen Mischwasserkanals stellt sich als äußerst unwirtschaftlich heraus. Die Nutzung des Mischwasserkanals stellt die Refinanzierung von diesem langfristig sicher. Eine Refinanzierung des Kanals durch die geforderte, vollumfängliche Versickerung ist in dem Maße nicht möglich. Das Gebührenrecht stellt einen öffentlich-rechtlichen Grund nach § 55 Abs. 2 WHG dar, weshalb von einer ortsnahen Versickerung abgesehen werden kann. Aufgrund der Fortführung des Planvorhabens im Jahr 2016 ist auch weiterhin das zu diesem Zeitraum geltende Abwasserbeseitigungskonzept zu befolgen.     

Die rechtskräftige Fassung des Bebauungsplans sieht derzeit eine 33-prozentige Versickerung der Dachflächen und befestigten Flächen vor. Durch das neue städtebauliche Konzept sowie das erarbeitete Entwässerungskonzept werden etwa 50% der Dachflächen der Einfamilienhäuser versickert. Hierdurch ist wasserrechtlich eine Aufwertung zum rechtskräftigen Bebauungsplan geschaffen worden.  

Mit dem Bebauungsplan und der 1. Änderung wird eine städtebauliche Innenentwicklung und Nachverdichtung angestrebt. Dies trägt zu einem schonenden und nachhaltigen Umgang mit Boden bei. Das Plangebiet ist eine der letzten innerstädtischen Flächenreserven der Stadt und ist daher entsprechend verdichtet geplant. Eine Realisierung einer zentralen Versickerungsanlage entspricht nicht dem städtebaulichen Ziel und Charakter des Plangebiets.

Hinweis der Unteren Immissionsschutzbehörde, dass außerschulische Nutzungen der Schulsportanlage als unzulässig festgesetzt werden.         
Die Festsetzungen des Bebauungsplanes beinhalten nicht die Regelungen über außerschulische Nutzungen der Schulsportanlage. Diese sind nach jetzigem Stand auch nicht vorgesehen. Eine schalltechnische Untersuchung oder weitere Festsetzungen im Bebauungsplan sind nicht nötig. Für den Fall, dass eine außerschulische Nutzung angedacht wird, sind die entsprechenden Lärmwerte bei Baugenehmigung/Nutzungsänderung vorzulegen und einzuhalten.

Der BUND gab den Hinweis, dass bereits Rodungsarbeiten im Plangebiet stattgefunden haben. Es wird angeregt, einen überproportionalen Ausgleich für die abgehenden Bäume festzusetzen.    
Planerisches Ziel des Bebauungsplanes ist Entwicklung von Wohnbauflächen auf dem brach liegenden Areal. Der Verfahren wird als Bebauungsplan der Innenentwicklung durchgeführt, daher kann großflächige Erhalt der bestehenden Baum- und Gehölzstrukturen nicht gewährleistet werden. Der Bebauungsplan trifft aber Festsetzungen zur Anpflanzung von Bäumen innerhalb der öffentlichen Flächen, die die entfallenen Bäume in Teilen ausgleichen. Gleichzeitig gilt für das Areal derzeit die Baumschutzsatzung der Stadt Monheim am Rhein.

 

Weitere Anregungen sind den Abwägungstabellen im Anhang zu entnehmen.

 

 

6 Weiteres Planverfahren

 

Der städtebauliche Vertrag wird bis zur Bekanntmachung des Bebauungsplans final ausgestaltet und von beiden Vertragspartnern unterschrieben.

Nach ortsüblicher Bekanntmachung des Satzungsbeschlusses ist der Bebauungsplan rechtskräftig.