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Name:IX/2295  
Art:Beschlussvorlage  
Datum:07.01.2020  
Betreff:61. Änderung Flächennutzungsplan "Monheim Süd"
1. Aufstellungsbeschluss
2. Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Beschlussempfehlung

  1. Die Aufstellung der 61. Änderung des Flächennutzungsplanes „Monheim Süd“ wird gemäß § 2 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) beschlossen. Ziel der Änderung ist die wohnbauliche Entwicklung im Bereich der Straße „Im Pfingsterfeld“. Der räumliche Geltungsbereich der 61. Änderung des FNP ergibt sich aus dem als Anlage 1 beigefügten Lageplan, der Bestandteil dieses Beschlusses ist.
  2. Auf Grundlage des vorgestellten Planungsentwurfes wird die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) beschlossen.

Begründung

  1. Anlass, Ziel und Zweck der Planung

Mit den vorbereitenden Untersuchungen zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Monheim Süd“ wird die Grundlage für die städtebauliche Entwicklung des Monheimer Südens erarbeitet.

Das Ziel dieses Instruments ist die wohnbauliche Entwicklung der Flächen, welche derzeit aufgrund der querenden Stromleitung nicht effizient genutzt werden können, zu ermöglichen. Aufgrund der geringen Flächenverfügbarkeit im Stadtgebiet, aber gleichzeitig sehr hohen Wohnraumnachfrage, welche durch die bereits intensiv betriebene Nach- und Innenverdichtung nicht gedeckt werden kann, ist die Entwicklung des Plangebiets für die Stadt Monheim am Rhein von sehr großer Bedeutung.

Gleichzeitig soll südlich der Straße „Im Pfingsterfeld“ ein ökologischer Ausgleich für die oben genannte Maßnahme stattfinden.

 

Diese Ziele sowie die Aufstellung des Bebauungsplan 153M „Pfingsterfeld West“ sind derzeit nicht aus dem rechtswirksamen Flächennutzungsplan zu entwickeln. Daher wird die 61. Änderung des FNPs „Monheim Süd“ aufgestellt.

 

  1. Abgrenzung des Plangebietes

 

Das Plangebiet befindet im Süden des Stadtteils Monheim und umfasst eine Gesamtfläche von etwa 17,5 ha.

Es lässt sich

o  im Osten durch die geplante Ida-Siekmann-Straße (Nord-Süd-Spange) sowie den Kleingartenverein „Auf der Heide“,

o  im Süden durch die landwirtschaftlichen Flächen südlich der Straße „Im Pfingsterfeld“ bzw. die Alfred-Nobel-Straße,

o  im Westen durch die Wohnbebauung der Nikolaus-Kopernikus-Straße sowie der Straße „Im Pfingsterfeld“,

o  im Norden durch die die Wohnbebauung der Treptower Straße sowie dem Kleingartenverein „Grüner Grund“

abgrenzen.

Der Geltungsbereich ist in Anlage 01 der Vorlage dargestellt.

 

  1. Bestehendes Planungsrecht

       

       Regionalplan

Im Regionalplan der Bezirksregierung Düsseldorf (RPD) ist das Plangebiet zu großen Teilen als Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) dargestellt.

Derzeit erarbeitet die Bezirksregierung die erste Änderungsfassung des Regionalplans, welche eine Erweiterung des ASB um die noch verbliebenen Flächen nördlich der Straße „Im Pfingsterfeld“ vorsieht.

Die Bereiche unterhalb der Straße „Im Pfingsterfeld sind Allgemeine Freiraum- und Agrarbereiche  mit regionalen Grünzügen sowie  zum Schutz der Landschaft und landschaftsorientierte Erholung dargestellt.

 

 Landschaftsplan

Das Plangebiet befindet sich im Geltungsbereich des Landschaftsplanes des Kreises Mettmann, es werden jedoch keine Festsetzungen für das Plangebiet getroffen.

In der Entwicklungskarte des Landschaftsplanes befindet sich das Plangebiet innerhalb des Entwicklungsraumes D 1.1 – 13 „Zaunswinkel südöstlich Monheim“.

Für den gesamten Bereich wird das Entwicklungsziel „Erhaltung einer mit natürlichen Landschaftselementen vielfältig ausgestatteten Landschaft“ formuliert.

 

Flächennutzungsplan

Im rechtskräftigen Flächennutzungsplan der Stadt Monheim am Rhein ist das Plangebiet nördlich der Straße Im Pfingsterfeld als Grünfläche gemäß § 5 Abs. 2 Nr. 5 BauGB mit der Zweckbestimmung Parkanlage dargestellt.

Südlich der Straße sind derzeit Flächen für die Landwirtschaft dargestellt.

 

Durch die 61. Änderung des Flächennutzungsplans „Monheim Süd“ wird der Bereich nördlich der Straße „Im Pfingsterfeld“ als Wohnbauflächen, im Bereich der Schule & Kita Gemeinbedarfsflächen und im östlichen Bereich als gemischte Bauflächen dargestellt.

Die Flächen südlich der Straße Im Pfingsterfeld werden durch die Planung als Grünflächen und explizit als Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft gem. § 5 Abs. 2 Nr. 10 BauGB dargestellt.

 

 

  1. Planungskonzept

 

Die Flächen nördlich der Straße „Im Pfingsterfeld“ werden künftig einer wohnbaulichen Entwicklung zugeführt. Während im westlichen Bereich neben der Schule und der Kita eine allgemeine Wohnnutzung entsteht, ist für den östlichen Bereich – südlich des Kleingartenvereins – eine mischgenutzte Bebauung geplant.

 

Die verkehrliche Erschließung ist durch die Ertüchtigung der bestehenden Straße „Im Pfingsterfeld“ sowie einer Weiterführung in das Plangebiet vorgesehen. Durch die Ida-Siekmann-Straße (Nord-Süd-Spange) wird das Plangebiet folglich an das weitere Monheimer Verkehrsnetz angebunden.

 

Für den ökologischen Ausgleich, welcher durch die Planung bedingt wird, sind südlich der Straße naturschutzrechtliche Ausgleichsflächen geplant. Die bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen werden durch Planung und Umsetzung einer ökologisch wertvolleren Vegetationsstruktur zugeführt.

 

  1. Weiteres Verfahren

 

Die Ergebnisse der Mehrfachbeauftragung „Im Pfingsterfeld“, welche sich mit dem zugrundeliegenden Städtebau des Plangebiets auseinander gesetzt hat, wurden der Öffentlichkeit am 23.01.2020 präsentiert. Dieser Termin gilt gleichzeitig als frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung nach §3 Abs. 1 BauGB für den Bebauungsplan 153M „Pfingsterfeld West“ sowie die 61. Änderung des Flächennutzungsplans „Monheim Süd“.

 

Mit dem Flächennutzungsplanentwurf wird zudem die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 1 BauGB durchgeführt. Ergänzend findet eine frühzeitige landesplanerische Abstimmung gem. §34 Abs. 1 LPlG NRW mit der Bezirksregierung statt.

 

Die Ergebnisse aus der frühzeitigen Beteiligung werden in den Entwurf für die Änderung des FNP eingearbeitet und dem Ausschuss zum Beschluss der öffentlichen Auslegung vorgestellt.

Nach der öffentlichen Auslegung sowie der landesplanerischen Abstimmung mit der Regionalplanung werden die Anregungen abgewogen und die Ergebnisse in die FNP-Änderung eingearbeitet. Anschließend wird im Rat der Stadt Monheim am Rhein der Feststellungsbeschluss gefasst und die Änderung des Flächennutzungsplans erhält mit der Bekanntmachung der Genehmigung der Bezirksregierung Rechtskraft.